Zucchini gilt als Beilage. Zu Unrecht. Richtig gegrillt bekommt sie außen Röstaromen, bleibt innen bissfest und trägt eine Knoblauchbutter, die nach Feuer schmeckt statt nach Pfanne. Zwei Handgriffe entscheiden darüber: Salz kommt zum Schluss, Butter auch.
Zutaten
Für die Spieße
- 500 g Zucchini (2 mittelgroße, feste)
- 2 EL Olivenöl
- 1 TL grobes Meersalz
- Schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Für die Knoblauchbutter
- 100 g Butter
- 2–3 Knoblauchzehen, fein gehackt
- 1 Zweig Rosmarin oder Thymian
- Abrieb von ½ unbehandelten Zitrone
- ½ TL Chiliflocken (optional)
Zum Finish
- 30 g Parmesan oder Pecorino, fein gerieben
- 2 EL glatte Petersilie, gehackt
Zubereitung
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Spieße vorbereiten
Holzspieße 30 Minuten in Wasser legen, sonst verbrennen sie auf dem Rost. Metallspieße sind die bessere Wahl – sie leiten Hitze in die Zucchini und verkürzen die Grillzeit.
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Zucchini schneiden
Zucchini waschen, Enden abschneiden, längs halbieren und in gleichmäßige Halbmonde von 2 cm schneiden. Dünner nicht – sonst zerfällt das Gemüse auf dem Grill.
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Knoblauchbutter ansetzen
Butter bei niedriger Hitze schmelzen, nicht bräunen. Topf vom Herd nehmen, dann erst Knoblauch, Rosmarin, Zitronenabrieb und Chili einrühren. Der Knoblauch zieht 10 Minuten in der Restwärme durch. Kommt er in die heiße Butter, wird er bitter.
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Doppelt aufspießen
Die Stücke immer auf zwei parallele Spieße stecken. So drehen sie sich beim Wenden nicht weg und liegen mit voller Fläche auf dem Rost. Zwischen den Stücken einen Millimeter Luft lassen, damit die Hitze zirkuliert.
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Grill vorheizen
Grill auf 180–200 °C direkte Hitze bringen, Rost sauber bürsten und leicht einölen. Zucchini klebt schneller an als Fleisch.
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Ölen und grillen
Spieße dünn mit Olivenöl einpinseln und pfeffern – noch kein Salz. Auf den Rost legen, Schnittflächen zuerst, und 10–12 Minuten grillen. Alle 2–3 Minuten wenden, bis klare Röstspuren sichtbar sind.
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Butter erst zum Schluss
In den letzten 3 Minuten großzügig mit Knoblauchbutter bestreichen und die Spieße in eine kühlere Zone am Rand ziehen. Butter über direkter Hitze verbrennt und schmeckt danach.
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Abschmecken und servieren
Spieße vom Grill nehmen, restliche Knoblauchbutter darüber, mit Meersalz, Parmesan und Petersilie abschließen. Heiß servieren, mit Kräuterquark oder Aioli.
Aus der Praxis
- Salz zieht Wasser. Wer die Zucchini vorher salzt, grillt anschließend gedünstetes Gemüse. Salz kommt nach dem Rost.
- Feste, kleine Zucchini kaufen. Große Exemplare haben mehr Kerngehäuse und mehr Wasser – sie werden matschig, bevor sie Farbe nehmen.
- Butter ist Finish, nicht Marinade. Zum Grillen Olivenöl, zum Abschmecken Butter. Das ist der Unterschied zwischen Röstaroma und Rußgeschmack.
- Rest verwerten. Übrige Knoblauchbutter hält 3 Tage im Kühlschrank und passt zu Maiskolben, Steak oder Grillbrot.
- Alternative ohne Spieße. Eine gusseiserne Grillplatte oder ein Gemüsekorb liefern dasselbe Ergebnis, wenn es schnell gehen muss.
Häufige Fragen
Warum wird meine Zucchini auf dem Grill matschig?
Drei Gründe: zu dünn geschnitten, zu früh gesalzen oder zu lange gegrillt. 2 cm dicke Stücke, Salz zum Schluss und maximal 12 Minuten lösen das Problem.
Funktioniert das Rezept auf dem Gas- und dem Holzkohlegrill?
Auf beiden. Beim Gasgrill zwei Brenner auf mittlere Stufe stellen und einen aus lassen, damit es eine kühlere Zone gibt. Beim Kohlegrill die Kohle auf eine Hälfte schieben. Auf dem Kamado grillst du bei 180 °C bei geschlossenem Deckel und wendest seltener.
Kann ich die Spieße vorbereiten?
Ja. Zucchini und Knoblauchbutter lassen sich am Vortag vorbereiten. Aufgespießt und geölt wird erst kurz vor dem Grillen, sonst verliert das Gemüse Struktur.
Was passt dazu?
Kräuterquark, Aioli oder eine Joghurt-Minz-Sauce. Als Hauptgang mit Grillbrot und Feta, als Beilage zu Lamm, Steak oder gegrilltem Fisch.
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